Gladhammars Minen

Im Vorfeld geplanter Sanierungsmaßnahmen im Bergbau- und Hüttengebiet von Gladhammar in der Gemeinde Gladhammar im Kreis Kalmar hat die Gemeinde Västervik eine Genehmigung zur Entfernung von Gegenständen aus den betreffenden antiken Überresten beantragt. In diesem Fall hat die Kreisverwaltung die Einschätzung getroffen, dass die hier bestehenden Umweltprobleme so gravierend sind, dass eine Umweltsanierung wichtiger ist als die Erhaltung des kulturellen Umfelds, dass der Beseitigung jedoch eine archäologische Voruntersuchung vorausgehen muss ein erster Schritt. Das Kalmar Läns Museum wurde daher in Zusammenarbeit mit dem Dalarnas Museum und dem Västerviks Museum mit der Durchführung eines solchen Projekts beauftragt.
Das Abbaugebiet besteht im Wesentlichen aus drei Feldern. Im Norden liegt das Ryssgruvfältet mit Ryssgruvan und Meijersgruvan, in der Mitte des Gebietes das große Holländarefältet und im Südosten das Sohlbergsfältet. Das Hüttengebiet liegt am Torsfallsån, etwa 1,5 km östlich der Bergbaufelder. Die für Ausbaumaßnahmen relevanten Flächen sind das Hollandare-Feld, das Sohlbergs-Feld und der Hüttenbereich. Das Voruntersuchungsgebiet umfasst innerhalb dieser drei Gebiete insgesamt 20,6 ha. Die Ryssgruvan und Meijersgruvan sind von der Sanierung nicht betroffen und daher nicht von der Voruntersuchung betroffen. Der Hauptzweck der Voruntersuchung besteht darin, der Kreisverwaltung vor der Entscheidung über eine mögliche Sonderuntersuchung eine vertiefte Wissensbasis zu verschaffen, indem Art, zeitliche Lage, Verbreitung, Umfang, Zusammensetzung, Erhaltungsgrad und Komplexität ermittelt und beschrieben werden der Überreste. Der Feldteil der Voruntersuchung wurde im Mai und Juli-August 2009 in Form von Feldkartierungen und Ausgrabungen durchgeführt. Darüber hinaus haben Sven und Björn Gunvall vom schwedischen Höhlenforscherverband eine ergänzende Bestandsaufnahme der Minenstollen im Holländarefältet erstellt und der Geologe Tommy Claesson von der Universität Kalmar hat eine geologische Übersichtskartierung der betroffenen Gebiete durchgeführt. Laden Sie den Bericht herunter. Laden Sie die Anhänge herunter